Dienstag, 1. November 2011

„Die anorektische Frau lehnt das Essen ab und beschäftigt sich doch mehr damit als die meisten Gourmets. […] Sie lehnt ihren Körper ab, konzentriert sich jedoch in all ihrem Denken und Handeln auf ihn. […] Sie will selbstständig und unabhängig sein, verhält sich jedoch so, dass ihre Interaktionspartner sie nahezu zwangsläufig kontrollieren.“


erstaunlich, irgendwie, oder? ab wann ist man denn anorektisch? ab wann darf man sich irgendetwas nennen, braucht man dazu eine diagnose?

8 Kommentare:

  1. Ich bin der Meinung (so sehen das übrigens auch Fachärzte) das anorexie im Kopf beginnt. Natürlich muss es Diagnose merkmale geben. Kann man gut auf Wikipedia lesen. Da steht zb. was von einem BMI von unter 17 glaube ich. Damals als ich in die Klinik kam hatte ich z.B. einen höheren BMI und wurde als atypisch anorektisch eingestuft. Zu einem Zeitpunkt, wo ich niemals gesagt hätte "Ja, ich habe Magersucht". ich hab dem Oberarzt dort gesagt das ich es voll normal finde eine Tütensuppe am Tag zu essen, ich sei bestimmt NICHT essgestört! Soll heißen: Anorexie ist nicht umbedingt eine Frage des Gewichts. Das Krankheitsbild läuft zwar darauf hinaus immer dünner zu werden und am Ende eventuell bei einem lebensbedrohlichen UG anzukommen... aber man ist schon lange vorher krank.

    Liebe Grüße Gjinja <3

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  2. Ich seh das wie meine Vorposterin: Die Grenze ist schwer zu ziehen, weil's im Kopf anfängt.
    Ich selbst trau mich immer erst dann zu sagen "ich hab das-und-das" wenn's mir diagnostiziert wurde, aber grade bei Magersucht, finde ich, kann man das oft selbst besser erkennen als die Fachleute, weil die sich immer nur auf das Gewicht beschränken und nicht sehen können, was im Kopf passiert.

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  3. Glaube, da braucht man keine Diagnose.. wenn man selber merkt : oh ich verweigere das essen, ich habe Angst davor, ich KANN nicht mehr essen. Dann weiss man es..
    wie ist es denn bei Dir? Bist Du schon so oder was?
    Lg Pia <3

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  4. Ja, es ist erstaunlich, erschlagend, und so wahr... Ab wann man es ist kann ich dir nicht sagen, das fängt im Kopf an. Im Prinzip bin ich selbst anorektisch, aber übergewichtig. Klasse, oder??

    Blogaward ;*

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  5. Ein gestörtes essverhalten finde ich kann man sagen, wenn man selbst denkt essgestört zu sein. überspringst du mahlzzeiten? versuchst unter 900 kcal zu bleiben? willst fasten? ernährst dich einseitig und kannst an nichts anderes denken?

    Ich würde sagen das ist essgestört.


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  6. Und somit ist meine Diagnose für dich : essgestört.

    Dir ist schon bewusst, dass man, wenn man sich langfristig mit genau 900 kcal am Tag ernährt verhungert?

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  7. ich habe die diagnose teilweise von meiner ärztin bekommen, und zwar "verdacht auf eine beginnende anorektische essstörung".
    trotzdem denke ich das man es irgendwann selber merkt, wenn ana einen immer begleitet. alle anorektischen wissen das sie krank sind und nicht alle werden das vom arzt gehört haben... also keine diagnose?
    eigener verstand, würde ich sagen.

    <3

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  8. Ja, mit so viel verhungert man.

    Es ist kein wunder dass du nichtmehr abnimmt, dein körper stellt sich aufs verhungern ein, er wird jede kalorie jetzt darauf verwenden dass er überlebt. sprich, er nutzt die energie die er braucht um zu überleben, und die restlichen 3 (ausgedacht) kalorien setzt er an, aber du nimmst sie ihm immer direkt wieder weg. Du musst versuchen wieder mehr zu essen, bring deine verdauung wieder in schwung. Kauf dir so'n salatblatt mix. 11 kalorien auf 100 gramm & 200 hat sone packung oder so. Und dann isst du die die ganze zeit vor dir her, dann musst du dich wieder langsam an mehr kalorien gewöhnen um zu überleben.

    Hast dich noch nicht so damit auseinandergesetzt,oder?

    Lies mal Alice im Hungerland. Ist ein klasse buch, man lernt extrem viel und vll. bekommst du etwas mehr überblick auf das ganze was du tust, es hört sich grade für mich so an als würdest du zu den "kleinen dummen" gehören (bitte nicht persönlich nehemN ;D ) die aus veresehen verhungern weil sie's nicht lassen können.


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